Zufrieden

So still ist es da draußen

Als gebe es nur mich allein

Doch – wenn ich da so lausche

Dann ist es wirklich fein

Am Tag da wollte ich mehrmals

Nur für mich ohne Worte Anderer

In Gedanken mal so sein

Nichts hören was sie meinen

Nichts sehen was mich bedrückt

Nichts planen was man sollte

(Und mich letztlich fast erstickt)

Mein Heim das ist mir Festung

Mit warmem Licht darin

Und alles was ich sehe

Bezeugt was ich so bin

Die Ordnung die ich liebe

Geruch der mich erfreut

Und auch so manches Stück

Aus längst vergangener Zeit

Einiges was mich tröstet

Wie dieses Bild vor mir

Die Menschen die mir lieb sind

Vor allem diese Vier

Das Bündel Fell dort unten

An seinem weichen Platz

Und würde ich es rufen

Wär’s da mit einem Satz

Würde mir die Hand wohl lecken

Und nach einem lieben Wort

Sich wieder wohlig strecken

An seinem eigenen Ort

Doch ich, ich tu rein gar nichts

Setze die Stille fort

Es ist, weil ich zufrieden

Den Tag hab heut’ vollbracht

Und rüste mich in Stille

Für diese späte Nacht

Und morgen wenn ich erwache

Ganz gleich ob Schnee dann fällt

Begrüße ich von Neuem

Unsere alte Welt

Mit ihren vielen Pflichten

Und Farben die da sind

Und wenn ich bin gesegnet

Dann bin ich für nichts blind

Will mein Bestes geben

Auch wenn es nicht perfekt

Und gehe so wie heute

Zum Ruhen dann: zu Bett.

 

© Isabella Bernardo, Wien 
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